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| Diagonaler Bildwinkel 190°, Naheinstellgrenze 15cm, 290g schwer, Fokus und Blende werden manuell am Objektiv eingestellt. Hört sich gut an, besonders, wenn man damit Panoramen erstellen möchte! Bevor ich hier meine Erfahrungen mit dem brandneuem Meike 7.5mm f/2.8 Fisheye in der Panoramafotografie schildere möchte ich kurz auf die Unterschiede zum Meike 8mm f/3,5 Fisheye eingehen, was bei diesem Hersteller schon längere Zeit im Programm ist: | ||
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| Neu auf dem Markt ist seit kurzem das Meike 7.5mm f/2.8 Fisheye. Im Unterschied zum 8mm eine reine Konstruktion für spiegellose Systemkameras. Trotz höherer Lichtstärke konnte das Objektiv somit kleiner und leichter konstruiert werden. Durch das kürzere Auflagemaß profitiert dabei vermutlich auch die Bildqualität. | ||
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| Oben zu sehen, wie ich das 7.5er für die Panoramafotografie einsetze: Am Novoflex VR-System Slant mit Panorama Q=6/8 II Drehplatte und Dreibeinstativ TRIO C2844. Übrignes, beide Objektive, das alte 8er und das neue 7.5er sind für Sensoren in APS-C Größe oder kleiner ausgelegt, was mich natürlich nicht davon abgehalten hat, meine Exemplare an einer Vollformatkamera zu montieren um den größt möglichen Bildwinkel zu nutzen, auch wenn es dann am Rand zu Abschattungen kommt und die nicht abnehmbare Gegenlichtblende des Meike 7.5mm f/2.8 in den Einzelaufnahmen zu sehen ist, siehe unten: |
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| Bilder oben: 4 Einzelaufnahmen, aufgenommen mit meiner Vollformatkamera Nun gut, wie die Ränder der Einzelaufnahmen aussehen interessiert mich eher weniger, was zählt ist die Qualität das lückenlose, vollsphärische Panorama, aufgenommen mit nur 4 Einzelaufnahmen. Und siehe da, wenn man als Panoramakopf den Novoflex Slant verwendet, der die Kamera horizontal um 60° und vertikal um ca. 8° neigt um die Überlappung der Einzelaufnahmen zu optimieren, stört auch die Gegenlichtblende des 7.5er an einer Vollformatkamera nicht mehr. Der Bildwinkel ist so groß, dass diese nicht wie bei anderen Objektiven entfernt „rasiert“ werden muss. Eine super Sache, denn die Gegenlichtblende vermindert nicht nur Streulicht, sie ist auch nötig um den Objektivdeckel beim Transport zu halten und somit die nach außen gewölbte Frontlinse zu schützen. |
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| Um es nochmal auf den Punkt zu bringen: 4 Einzelaufnahmen ohne Entfernen der Gegenlichtblende bei Verwendung einer Vollformatkamera und „Slant“ Panoramakopf reichen für ein lückenloses, vollsphärisches 180° x 360° Panorama. Selbst wenn man den Panoramakopf um 8° nach oben neigt um die Qualität des Zenits zu optimieren bleibt der Nadir geschlossen, siehe hier... | ||
| Ich schreibe hier nur von meinem Exemplar und weiß nicht ob es eine Serienstreuung gibt: Beim, laut Skala am Fokusring eingestelltem Wert mittig zwischen 0,5m – 1m und Blende 8 habe ich mit meiner Sony Alpha 7RII eine Tiefenschärfe von ca. 40cm bis Unendlich erzielt. Diese Werte habe ich experimentell ermittelt und sie für meine Testpanoramen benutzt. Nah und Fern in einer Aufnahme scharf abbilden zu können gehört zu den Vorteilen von Fisheyeobjektiven wie diesem! | ||
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| Die Wahrscheinlichkeit sich aufgrund des großen Bildwinkels ein paar Lensflares einzufangen ist bei allen Objektiven dieser Bauart natürlich groß. Platziert man die Sonne direkt in der Bildmitte entsteht eine kreisförmige Struktur, die die Aufnahme mehr oder weniger unbrauchbar macht. |
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| Besser ist es die Sonne oder starke Punktlichtquelle im rechten oder linken Bereich so zu platzieren, dass Flares beim Blick durch den Sucher in einem Bereich erscheinen, der für das Panorama später nicht benutzt wird, z.B. im durch die Gegenlichtblende abgeschatteten Randbereich. Empfehlenswert ist dann eine sofortige Bildkontrolle nach der Aufnahme. Der hintere Monitor ist dafür bei grellem Sonnenlicht eher ungeeignet, der elektronischen Sucher der spiegellosen Kamera hingegen ideal. Auf diese Weise lassen sich größere Lensflares im Endergebnis wirkungsvoll unterdrücken, einzig ein paar dominante, lange Strahlen lassen sich in greller Szenerie kaum vermeiden, diese können andererseits auch sehr stimmungsvoll wirken und das Ergebnis aufwerten. Zu sehen sind diese Strahlen in einigen meinen Testpanoramen hier... | ||
| Hiervon war ich bei meinen Tests wirklich positiv überrascht. Mit meiner 42 MPixel Vollformat Sony harmoniert das Objektiv perfekt, ein Nachschärfen in der Postproduktion ist kaum nötig. Details gehen, auch am Bildrand, keineswegs verloren, wenn man mit der von mir bevorzugten Blende 8 fotografiert. | ||
| ...ist an kontrastreichen Kanten vorhanden, lässt sich aber in der Postproduktion mit nur wenigen Klicks entfernen. | ||
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| Auch im Nahbereich lässt sich das Objektiv wegen des riesigen Bildwinkels, der großen Tiefenschärfe und der kompakten Abmaßen hervorragend für Panoramen einsetzen, z.B. für das klassische Kühlschrank Motiv wie hier... |
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| Die Position der Eintrittspupille ändert sich mit unterschiedlichen Einfallswinkeln kaum, d.h. sehr konstanter „No-Parallax-Point“ und beim Stitchen erhält man Kontrollpunkte mit nur wenig Abweichung, vorausgesetzt der Panoramakopf ist richtig eingestellt. Bei meinen Tests war die größte Abweichung etwa 1 Pixel und dies ist, im Vergleich zu anderen Objektiven ein super Wert! |
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| Für das Vorhaben aus nur 4 Aufnahmen mit einer Vollformatkamera die komplette 180° x 360° Kugel zu erstellen gibt es meiner Meinung nach momentan kein besseres Objektiv! Auch wegen des erschwinglichen Preises meine volle Empfehlung. Gekauft habe ich das Meike 7.5mm f/2.8 Fisheye hier (Amazon affiliate Link, bezahlte Werbung) Und hier einige Ergebnisse... |
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Jan Röpenack, im September 2022
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